9. Oktober 2016

Rezension: Die Auserwählten im Labyrinth

IM LABYRINTH BEGINNT DAS GRAUEN...

 

Titel:

Die Auserwählten: Im Labyrinth

Originaltitel:

 The maze runner

Autor:

James Dashner 

Genre:

Dystopie, Fantasy 

Erschienen:

2011

Verlag:

Carlsen / Chicken House

Link zur Verlagswebsite 

 

Inhalt:

Die Geschichte handelt vom etwa 16-jährigen Thomas, der plötzlich ohne Erinnerungen in einer engen Metallbox aufwacht. Er landet auf der sogenannten „Lichtung“, die von den unüberwindbaren Mauern eines gigantischen Labyrinthes umgeben ist. Die andere Lichter, die zum Teil schon mehrere Jahre auf der Lichtung leben, nehmen ihn zunächst freundlich auf – bis auf einmal merkwürdige Dinge geschehen. Schon einen Tag später schlägt die Freundlichkeit vollständig in Misstrauen um, als ein bewusstlosen Mädchen auftaucht. Die Tatsache, dass sie nur einen Tag nach Thomas ankommt verwirrt die Lichter schon, denn eigentlich hätte sie erst einen Monat später ankommen dürfen. Doch sie ist außerdem das erste Mädchen – und sie sagt das nahende Ende vorher. 
Nachdem er, gegen alle Regeln, einer Nacht im Labyrinth verbringt, um zwei Lichter zu retten, wird Thomas zum Läufer ernannt, die jeden Tag auf der Suche nach einem Ausgang durch das Labyrinth laufen.
Doch scheinbar haben seine und die Ankunft des Mädchens etwas verändert, doch die Zeit, um das Rätsel zu lösen läuft davon…

Meinung:

 Der Plot gibt sehr geschickt an den richtigen Stellen Informationen, lässt sie an anderen Stellen aber auch weg. So wird es für den Leser sehr schwer, vorherzusagen, was als nächstes passiert – oder was in Thomas Vergangenheit vorgefallen ist.
Auch die Spannung wird unter anderem auf diese Weise aufgebaut, dabei helfen aber auch der Kampf gegen die Griewer und das Rennen gegen die Zeit.
Der Schreibstil ist einfach fantastisch – gut verständlich, flüssig und mitreißend. Er ermöglicht das vollständige Versetzen in die Situation der Charaktere – stellenweise hatte ich wahnsinniges Herzklopfen.
Auch die Charaktere sind sehr gut gelungen, ich fand Thomas ab der ersten Seite sympathisch, gerade weil er sich meist sehr menschlich verhält, Angst hat, wütend ist oder einfach etwas Dummes tut oder sagt. Allerdings überwindet er seine Angst wenn es darauf ankommt und würde für seine Freunde durchs Feuer (beziehungsweise durch Labyrinth) gehen.
Newt ist der geborene Anführer, auch wenn er eigentlich in der Rangfolge hinter Alby steht. Denn im Gegensatz zu diesem behält er den Großteil der Zeit einen klaren Kopf und trifft gute Entscheidungen. Seine Freundschaft zu Alby hilft ihm, diese dann auch durchzusetzen, obwohl er nicht der Anführer ist.
Auch Minho ist ein sehr gelungener Charakter, er ist der Hüter der Läufer und Thomas Ausbilder. Er ist einer der wenigen, die Thomas freundlich behandeln, seit dieser ihn und Alby vor den Griewern gerettet hat. Alby dagegen behandelt Thomas seit dem noch unfreundlicher, denn er hat sich an etwas vor dem Labyrinth erinnert – in dem Thomas eine große Rolle spielt.
Minho steht immer hinter Thomas – er war es auch, der seine Ernennung zum Läufer vorgeschlagen hat.
Auch der kleine Chuck spielt im Buch eine ziemlich große Rolle, er ist zunächst Thomas einziger Freund. Denn auch wenn der 12-jährige mir seinem Geplapper eine echte Nervensäge sein kann, ist er immer für Thomas da.
Zu guter Letzt muss ich noch Teresa erwähnen. Obwohl sie zunächst im Koma liegt, kommuniziert sie auf einem telepathischen Weg mit Thomas und behauptet ihn zu kennen. Doch auch sie kommt ihm bekannt vor, nur kann er sich an nichts erinnern. Als sie schließlich aus dem Koma aufwacht, vergisst auch sie alles, nur die Worte „ANGST ist gut“ auf Handgelenk bleiben. Teresa ist vermutlich mutiger, als die Hälfte der Jungs zusammen, die beweist sie mehrfach.
Die ganze Geschichte spielt in einem riesigen Labyrinth, welches für die unzähligen Versuche, das Rätsel zu knacken steht – und ihre Sackgassen zeigt.

 Fazit:

Der Fazit des ganzen ist, dass das Buch sehr gelungen ist, und allen gefallen sollte, die Dystopien mögen, mich persönlich erinnert es ein wenig an eine Mischung aus Die Tribute von Panem und Die Bestimmung: Die Jugendlichen kämpfen um ihr Leben, und versuchen den Ausgang aus ihrem „Gefängnis“ zu finden, ohne zu wissen, was sie erwartet.
Ich gebe dem Buch auf jeden Fall 5 von 5 Sternen.


ANGST ist gut!

~Pauline