30. Mai 2017

Rezension: Der schwarze Thron (I)

Drei Königinnen,

dunkel unschuldig klein

einem Schoss entsprungen,

können niemals 

Freundinnen sein


Titel:

Der schwarze Thron - Die Schwestern

Originaltitel:

Three Dark Crowns

Autor:

Kendare Blake

Genre:

Fantasy, Romantasy

Erschienen:

09.05.2017

Verlag:

Penhaligon
Link zur Verlagswebsite

Inhalt:

Sie sind Schwestern. Sie sind Drillinge, die Tochter der Königin. Jede von ihnen hat das Recht auf den Thron des Inselreichs Fennbirn, aber nur eine wird ihn besteigen. Mirabella, Katharine und Arsinoe wurden mit verschiedenen magischen Talenten geboren - doch nur, wer diese auch beherrscht, kann die anderen Schwestern besiegen und die Herrschaft antreten. Vorher aber müssen sie ein grausames Ritual bestehen. Es ist ein Kampf um Leben und Tod - und er beginnt in der Nacht ihres sechzehnten Geburtstages...

Meinung:

Der Plot des Buches teilt sich in drei Handlungsstränge, die von den drei Königinnen berichten. Auch wenn alle drei Stränge durch die Vergangenheit verknüpft sind, wirken sie doch sehr eigenständig, und erst am Ende wird klar, wie sehr sie wirklich miteinander verwoben sind. Jeder einzelne dieser Handlungsstränge ist großartig, einer ist fesselnder als der andere.
Genauso toll ist der Schreibstil - er lässt sich sehr flüssig lesen und ist nicht zu nervenaufreibend, was allerdings nicht heißen soll, dass das Buch langweilig ist. Ganz im Gegenteil: man fliegt förmlich durch die Kapitel, die zu ihren Enden hin immer spannender werden, wodurch man das Buch nur sehr schwer aus der Hand legen kann.
Durch die dreigeteilte Persektive ist es nahezu unmöglich, eine Favoritin auszusuchen, da jede der Königinnen auf ihre Weise liebenswert dargestellt wird:
Katharine als klein und süß, ihr ganzes Herz hängt an ihrer Schlange Herzliebchen, und durch ihre Angst, zu versagen und Genevieves Folter erregt sie außerdem Mitleid.
 Mirabella wird zu ihrem eigenen Schutz von den Priesterinnen eingesperrt, sie darf das Haus nur mit einer Eskorte verlassen. Auch wenn sie ihre Familie über alles liebt, wäre sie viel lieber frei und wüscht sich, ihre Zukunft frei wählen zu können.
Arsinoe wird meist aus der Sicht ihrer besten Freundin Jules beschrieben. Sie hat im Gegensatz zu Mirabella, die eine der stärksten lebenden Elementwandlerinnen ist, und Katharine, die wenigstens kleine Mengen Gift verträgt, gar keine Gabe. Dadurch wird sie dauerhaft von Jules, der wahrscheinlich stärksten lebenden Naturbegabten, in den Schatten gestellt. Durch Jules Perspektive wird ihr sanfter, freundlicher Charakter deutlich, aber auch ihre Hoffnunglosigkeit, das Jahr des Aufstiegs zu überleben.
Die Geschichte spielt auf Fennbirn, einer Insel, die sich hinter einem mysteriösen Nebel befindet, und daher nur von wissenden Festlandbwohnern besucht werden kann. Auch wenn sie durch die geteilten Handlungsstränge zeitweise unendlich groß wirkt, wird doch relativ schnell deutlich, dass sie eigentlich relativ klein ist, dies aber durch die strikte Trennung der Gaben nicht direkt zum Vorschein kommt.

Fazit:

Die Geschichte ist düster, mitreißend und einfach atemberaubend, daher bekommt sie von mir ganz klar 5 von 5 Sternen!

Drei dunkle Schwestern,

jede so schön,

zwei werden verschlungen,

nur eine gekrönt.


~Pauline