30. November 2017

Rezension: Das Reich der sieben Höfe (II)

Ich wirbelte herum, und als die Nacht wie eine Rauchwolke vom Wind verweht wurde, stand Rhysand vor mir und zupfte sich mit einer eleganten Bewegung den Jackenaufschlag zurecht.


Titel:

Das Reich der sieben Höfe - Flammen und Finsternis

Originaltitel:

A court of Mist and Fury

Autor:

Sarah J. Maas

Genre:

Fantasy, Romantasy

Erschienen:

4. August 2017

Verlag:

Dtv

Inhalt:

Feyre hat die Gefangenschaft unter dem Berg überlebt und kehrt mit Tamlin zurück an den Frühlingshof. Von Albträumen geplagt, kann sie nur schwer die Grausamkeiten verarbeiten, die sie erlebt hat. Und auch Tamlin scheint verändert. Der sonst so fürsorgliche Liebhaber ist plötzlich überaus besitzergreifend und nimmt Feyre sämtlichen Freiraum. Und dann wäre da noch der Pakt mit Rhysand - dem gefürchteten High Lord des Nachthofes. Während Feyre mühsam versucht, die Stücke ihrer Seele wieder zusammenzusetzen, wird sie immer tiefer in ein Netz aus Intrigen, Machtspielen und ungezügelter Leidenschaft gezogen...

Meinung:

Genau wie beim ersten mal ist der Plot einfach großartig. Er erinnert es kein bisschen mehr an 'Die Schöne und das Biest', sondern hat sich eine vollkommen einzigartige Richtung entwickelt. Sämtliche Plotlöcher, die ich zwischen durch zu finden geglaubt habe, wurden später gefüllt. Dies baut ziemlich stark Spannung auf, weil man sich durch eben diese Löcher Fragen stellt.
Was ich an der Spannung wirklich gut finde, ist dass sie sich so gut wie nie ins Unerträgliche zuspitzt - nämlich nur dann, wenn eine bestimmte Szene unterstrichen werden soll.
Das Buch wird dadurch allerdings nicht langweilig - ganz im Gegenteil! Der Schreibstil fesselt unheimlich, aber auch der Plot verhindert, dass man das Buch zur Seite legt.
Unheimlich interessant finde ich Feyres Veränderung. Es ist ganz eindeutig, dass sie nicht mehr das Mädchen ist, das von einem Monster nach Prythian verschleppt wurde. Und auch wenn sie vollkommen anders ist, ist sie irgendwie auch genauso wie früher. Klingt verrückt, ich weiß, aber was ich damit sagen will, ist, dass man sie immernoch als Feyre erkennt, als Mädchen, das alles tun würde, um die, die sie liebt, zu retten.
Verändert hat sich quasi nur die Art, wie sie sie rettet, und die Art wie sie anderen gegenüber erscheint.
Ein wenig verwirrend finde ich, dass Tamlin und Rhys sozusagen Rollen getauscht haben: Tamlin ist jetzt der Arsch und Rhys der Nette (auch wenn er im ersten Teil auch schon richtig cool war).
Ich liebe den Hof der Nacht einfach. Seine 'Spaltung', Rhysand und seinen inneren Kreis.
Das hinter jedem der Charaktere eine ausgefeilte Geschichte steckt, die erklärt wer sie sind - was bei allen wichtigen Figuren der Fall ist, nicht nur bei den Bewohnern des Nachthofes.
Und Velaris - hach... Ich würde verdammt gerne mal durch die Straßen spazieren, zum Haus der Winde fliegen, die fallenden Sterne sehen... 

Fazit:

"Ich lese nur schnell das Kapitel zuende" - denkste... So leicht ist das auch wieder nicht... In etwa so leicht, wie mit einem Rucksack voller Steine kopfüber eine Felswand hochzuklettern... (Okay, das ist leicht übertrieben, aber ihr wisst was ich meine...)
Ich vergebe ganz klar 5 von 5 Sternen.

"Wie gut, dass ich da bin. Obwohl ich zu gerne sehen würde, wie du Rhys' Allerwertesten an die Wand nagelst."


~Pauline 

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