8. November 2017

Rezension: Rabenschatten (I)

Des Raben Schatten streicht über mein Herz hinweg und lässt meiner Tränen Strom gefrieren.

 

Titel:

Das Lied des Blutes

Originaltitel:

Blood Song. A Raven's Shadow Novel

Autor:

Anthony Ryan

Genre:

Fantasy

Erschienen:

2014 (Deutsche Ausgabe)

Verlag:

Klett-Cotta/Hobbitpresse
 Link zur Verlagswebsite
 

Inhalt:

Vaelin Al Sorna, der berühmteste Gefangene des Reichs und sein größter Kämpfer, erzählt die atemberaubende Geschichte seines Lebens. Er ist auf einem Schiff unterwegs, das ihn zu dem Ort bringen soll, an dem es für ihn um Leben und Tod geht.
"Er besaß viele Namen. Noch nicht einmal dreißig Jahre alt war er im Lauf der Geschichte bereits reich mit Titeln beschenkt worden: 'Schwert des Königs' hieß er für den wahnsinnigen Herrscher, der ihn als Geißel zu uns sandte; 'Junger Falke' für die Männer, die ihm in die Wirrnisse des Krieges folgten; 'Dunkelklinge' für seine cumbraelischen Feinde und 'Rabenschatten' für die geheimnisvollen Stämme des großen Nordwaldes."

Meinung:

Der Plot wirkt zwar einerseits etwas gestreckt, weil er von Vaelins gesamtes Leben handelt, und nicht wie die meisten Bücher von nur einem Ereignis, aber andererseits muss man aber seine Geschichte kennen, um seine Situation, aber auch seine Reaktionen zu verstehen, ganz zu schweigen davon, dass es natürlich auch interessant ist.
Der Schreibstil ist flüssig und fesselnd, wodurch die Spannung in ganzer Linie gewahrt wird.
Vaelin ist wahrscheinlich einer der bestentwickelsten Charaktere, die mir je untergekommen sind. Am Anfang jeden Teils befindet sich ein Teil von Verniers Bericht, in dem Lord Vernier den Hoffnungstöter und die Reise mit ihm beschreibt. Anfangs passt der erwachsene Al Sorna so wenig zu dem jungen Vaelin, dass ich ernsthaft darüber nachgedacht habe, ob Vaelins Vater nicht auch Vaelin heißt und Verniers Bericht nicht von ihm handelt, aber im Laufe der Geschichte und mit Vaelins zunehmendem Alter und zunehmenden Fähigkeiten wird immer klarer, dass der Vaelin aus Verniers Bericht der einmal so junge Vaelin ist (und dass sein Vater natürlich nicht Vaelin heißt). Der junge Bruder ist ein sehr liebenswerter Charakter, denn auch wenn er zu einem der gefährlichsten Krieger ausgebildet wurde, ist er doch gnädig. Er ist aufrichtig und intelligent, und seine Treue zu seinen Brüdern ist einfach bewundernswert.
Diese Treue ist auch einer der Gründe, warum man auch seine Brüder mögen muss. Sie sind genauso treu und freundlich wie Vaelin, und waren sein ganzes Leben für ihn da.
Ehrlich gesagt war ich nicht einmal in der Lage, Meister Sollis zu hassen, denn auch wenn er wirklich grausam sein kann und ist, zeigt er dennoch, dass er sich Sorgen um seine Schüler macht.

Fazit:

Der fesselnde,nervenaufreibendende und emotionale Reihenauftakt bekommt von mir ganz klar 5 von 5 Sternen.

Hoffnungstöter. Bald wirst du sterben, und ich werde Zeuge sein. Hoffnungstöter. 



~Pauline 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen